Wetter
Extreme Wetterereignisse häufen sich in Europa

Klimaforscher beobachten eine Häufung extremer Wetterereignisse in Europa. Das bestätigte der Frankfurter Wissenschaftler Prof. Christian-D. Schönwiese anhand langer Zeitreihen am Donnerstag beim Extremwetterkongress in Hamburg.

dpa HAMBURG. Klimaforscher beobachten eine Häufung extremer Wetterereignisse in Europa. Das bestätigte der Frankfurter Wissenschaftler Prof. Christian-D. Schönwiese anhand langer Zeitreihen am Donnerstag beim Extremwetterkongress in Hamburg.

So habe es seit 1993 an Rhein, Elbe und Donau fünf Hochwasserwellen gegeben, die als Jahrhundertereignisse gelten. Der Sommer 2003 habe nach neueren Untersuchungen europaweit 35 000 bis 55 000 Hitztote verursacht. Tendenziell würden die Winter feuchter und wärmer, die Sommer trockener und wärmer.

Der Meteorologe Thomas Sävert vom Wetterdienst Meteomedia berichtete, Hurrikans und ähnliche Wirbelstürme seien auch in der Vergangenheit bereits zum Beispiel über dem Mittelmeer und dem Schwarzen Meer bei Wassertemperaturen von mehr als 22 Grad entstanden. Wie sich die Häufigkeit dieser Wetterereignisse entwickele, werde noch untersucht.

Hamburgs Umweltsenator Axel Gedaschko (CDU) rief auf dem Kongress zu einem rationalen Umgang mit dem Klimawandel auf. Deutschland liege bei der Umweltschutztechnik weltweit an der Spitze und sollte sich nicht den Schneid abkaufen lassen. Bei dem Extremwetterkongress diskutieren bis Freitag mehrere hundert Experten und Interessierte über Ursachen, Folgen und Vorhersagemöglichkeiten von extremen Wetterereignissen wie Tornados, Gewittern und Monsterwellen.

Der Vorstand des Deutschen Wetterdienstes, Gerhard Steinhorst, würdigte nach einem vorab vorliegenden Redetext die „zunehmend bessere Qualität der Wettervorhersagen in den Medien“ und sagte, die Preise sollen auch „Motivation für verständliche und präzise Wettervorhersagen“ in der Zukunft sein.

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