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Milder Winter sorgt für Meereis-Rückgang in der Arktis

Der milde Winter hat auch in der Arktis seine Spuren hinterlassen. Ungewöhnlich hohe Temperaturen für die sonst frostige Region verhinderten das Entstehen größerer Mengen von Meereis, das eine wichtige Rolle beim Klimawandel spielt.

dpa BREMERHAVEN. Der milde Winter hat auch in der Arktis seine Spuren hinterlassen. Ungewöhnlich hohe Temperaturen für die sonst frostige Region verhinderten das Entstehen größerer Mengen von Meereis, das eine wichtige Rolle beim Klimawandel spielt.

„Es gab Werte von plus fünf Grad mit Regen“, sagte Jörg Hartmann vom Alfred- Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven am Donnerstag. Das Institut untersuchte im März zwei Wochen lang zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt das arktische Meereis. „In diesem Jahr mussten die Flugzeuge bis an die Grenzen ihrer Reichweite fliegen, um ausreichend Messdaten über dem Meereis erfassen zu können.“

„Ich studiere die Arktis schon seit 15 Jahren, so etwas habe ich noch nicht gesehen“, sagte Hartmann. Mehrfach sei die Null-Grad-Grenze angekratzt worden, in den Vorjahren zugefrorene Fjorde seien eisfrei gewesen. Normalerweise würden im März Durchschnittstemperaturen von frostigen minus zehn bis minus zwölf Grad Celsius herrschen.

Das Meereis der Arktis hat eine wichtige Rolle für das Klima. Mit dem Rückgang des Eises in den letzten Jahren wird immer weniger Sonnenenergie in den Weltraum reflektiert. Die Folge sind steigende Temperaturen. Im jüngsten UN-Klimabericht wird die Erwärmung der Arktis als einer der bedeutenden Belege für den globalen Klimawandel herausgestellt.

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