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WHO: Anzeichen für Kontrolle über Marburg-Fieber-Ausbruch

Der bislang größte bekannte Ausbruch des Marburg- Fiebers scheint sich abzuschwächen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) registrierte in Angola zwar weitere Fälle. Vor allem aus der stark betroffenen angolanischen Provinz Uige wurden jedoch nur noch vereinzelte Neuinfektionen gemeldet.

dpa GENF. Der bislang größte bekannte Ausbruch des Marburg- Fiebers scheint sich abzuschwächen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) registrierte in Angola zwar weitere Fälle. Vor allem aus der stark betroffenen angolanischen Provinz Uige wurden jedoch nur noch vereinzelte Neuinfektionen gemeldet.

Das Fieber komme in Uige vielleicht unter Kontrolle, sagte eine WHO-Sprecherin am Dienstag in Genf. Bis zum Sonntag hatten die angolanischen Behörden der WHO 423 Fälle mit 357 Toten gemeldet. Davon ereigneten sich 412 in Uige, wo 346 Menschen starben.

Das Marburg-Virus wird über Körperflüssigkeiten übertragen. Gegen die Ebola-ähnliche Krankheit gibt es weder eine Impfung noch Medikamente. Isolierung der Patienten und der Schutz vor Übertragung sind die einzigen Möglichkeiten, einen Ausbruch unter Kontrolle zu bringen. Weiterhin gelte, dass die WHO wegen der maximalen Inkubationszeit von 21 Tagen erst nach 42 Tagen ohne neue Fälle von einer sicheren Kontrolle des Ausbruchs spreche, hieß es in Genf weiter.

Der Ausbruch in Angola währt bereits seit Oktober 2004 und ist der größte seit der Entdeckung des Virus im Jahr 1967. Damals war der Erreger in Marburg, Frankfurt und Belgrad bei Labormitarbeitern identifiziert worden, die sich bei infizierten Affen aus Uganda angesteckt hatten.

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