Wiliam A. Golding, Marketing Director bei Microsoft Information Worker
„Office ist das Gesicht von Microsoft“

Wiliam A. Golding, Marketing Director für die Sparte Information Worker bei Microsoft, über Raubkopien und Gründe, warum man sich das neue Office kaufen sollte.

Handelsblatt: Ist Office eine der Cash-Cows von Microsoft?

William A. Golding: Ja, aber es ist auch für Millionen Menschen das Gesicht von Microsoft. Serversoftware bekommt kaum ein Anwender zu sehen. Dagegen weiß jeder, dass man mit Outlook E-Mails verschickt, mit Excel Listen anfertigt oder mit Word Briefe schreibt.

Wie viele Menschen arbeiten mit Office?

Das ist schwer zu sagen. Die Zahl der illegalen Kopien in Ländern wie China und Russland erreicht astronomische Höhen von bis zu 90 Prozent. Wir schätzen die Zahl der Nutzer auf ungefähr 350 bis 400 Millionen.

Wie hoch liegt schätzungsweise die Rate der Raubkopien in Deutschland?

Etwas über 30 Prozent. In Großunternehmen ist das Problem kleiner. In kleinen und mittleren Firmen sowie bei Privatnutzern schätzen wir die Rate aber auf 50 Prozent.

Unternehmen halten sich mit IT-Ausgaben noch immer zurück. Warum sollten sie jetzt ausgerechnet in Office investieren?

Ein Investitionsanreiz für Großunternehmen dürfte es sein, dass Office 2003 das Datenformat XML verarbeiten kann. Dadurch wird die Anbindung von Office an Datenbanken und andere Unternehmenssoftware möglich. Office kann beispielsweise mit einer Kunden-Software von Siebel Daten austauschen.

Wie lange dauerte die Entwicklung von Office 2003?

Ein Produktzyklus ist zwischen drei und vier Jahre lang. Doch eine Software wie Office wird ständig weiterentwickelt. Die Entscheidungen, welche Funktionen eine neue Version enthalten soll, fallen zwölf bis 18 Monate vor der Fertigstellung. Die restliche Zeit benötigen wir für die Umsetzung. Die Entwickler arbeiten heute schon an der Version, die erst in zwei Jahren kommt.

Also verkaufen sie ein bereits überholtes Produkt?

Nein, denn die nächste Version wird nicht vor 2005 erhältlich sein.

Die Fragen stellte Thomas Nonnast.

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