Winglets reduzieren den Luftwiderstand und verringern den Kraftstoffverbrauch
Zusatzflügel an den Tragflächen verbessern die Flugeigenschaften

Kleine Veränderungen erzielen manchmal große Wirkungen. Meterhohe geschwungene Verlängerungen an den Tragflächen von Geschäftsflugzeugen und Reisejets verbessern die Flugeigenschaften so stark, dass Airlines, die ihre Flieger mit den so genannten Winglets nachgerüstet haben, große Mengen an Kerosin einsparen. Die Technik hat sich inzwischen so bewährt, dass Boeing seine 737 auf Wunsch direkt mit den Zusatzflügeln ausliefert.

HB DÜSSELDORF. Die Adler machen es vor. Im Schwebeflug spreizen sie die Federn am Ende ihrer Flügel nach oben. Damit werden Verwirbelungen ausgeschaltet oder vermindert, die sonst empfindliche Einbußen an Auftrieb und Geschwindigkeit verursachen würden. Die Flugzeugkonstrukteure haben relativ lange gebraucht, um diesen Trick der Natur abzukupfern. Erst in den achtziger Jahren begannen Lockheed, die europäische Airbus Industrie und andere Hersteller damit, am Ende der Tragflächen ihrer Maschinen kleine, senkrecht stehende Flächen anzubringen, um die Flugeigenschaften zu optimieren.

Waren diese Strömungsverbesserer zunächst noch relativ klein, hat sich das inzwischen geändert. Die von Joe Clark und Dennis Washington gegründete Firma Aviation Partners Inc. bietet heute für Geschäfts- und Reiseflugzeuge – wie Gulfstream oder die Hawker 800 XP, aber auch für den meistverkauften Passagierjet der Welt, die Boeing 737 – Winglets als Nachrüstsatz an, die eine Höhe von annähernd zwei Metern erreichen und damit auch optisch neue Akzente setzen.

Die ersten großen Winglets hat Aviation Partners zusammen mit Gulfstream-Hersteller Grumman Aerospace entwickelt. Der Erfolg war durchschlagend: Mit den neuen Strömungsverbesserern konnte die Gulfstream statt bis dato sechs nunmehr sechseinhalb Stunden in der Luft bleiben. Ihre Reichweite wurde um annähernd 400 Kilometer verlängert. Sie konnte schneller steigen und höher als zuvor fliegen und auch langsamer anfliegen – mit entsprechend weniger Lärmbelästigungen am Boden.

„Die Hersteller mussten früher ihre Flugzeuge völlig umkonstruieren oder die Triebwerke für Hunderte von Millionen Dollar umbauen, um das zu erreichen, was wir mit unserer Blended-Winglet-Technologie erzielen“, sagt Joe Clark.

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