Wireless Lan in der Industrie
Drahtlose Kommunikation erobert die Werkhalle

Wireless Lan (WLan) ist längst keine reine Büroanwendung mehr. Auch zur Steuerung von Maschinen und Anlagen setzen sich drahtlose Funkverbindungen immer mehr durch. Dabei haben die strippenlosen Netze einen entscheidenden Vorteil gegenüber drahtgebundenen Infrastrukturen.

DÜSSELDORF. „Es gibt eine enorme Nachfrage nach solchen Funknetzen im industriellen Bereich“, sagt Katherina Hörnstein, Business Development Manager bei Cisco. Das ist eine Entwicklung, die auch Professor Frithjof Klasen vom Institut für Automation and Industrial IT der Fachhochschule Köln beobachtet. Wireless Lan sei allerdings kein Ersatz für drahtgebundene Infrastrukturen, sondern eine Ergänzung dazu – etwa bei der Wartung von Kläranlagen oder von Windparks, in denen keine drahtgebundene Infrastruktur zur Verfügung stehe.

Ein anderes wichtiges Einsatzfeld ist die Einführung der Funktechnologie RFID. „WLan sind immer dann nützlich, wenn Lesegeräte an unterschiedlichen Orten auf die Netze zugreifen müssen“, ergänzt Katharina Hörnstein.

Es gibt allerdings auch Hindernisse bei der Verbreitung von WLan in der Industrie: Problematisch können elektrische Felder sein, die von Maschinen ausgesendet werden und den Funknetzen in die Quere kommen und die Übertragung stören. Intelligente Mechanismen in Kontrolleinheiten, die einzelne Sender überwachen und je nach Bedarf deren Sendeleistung verstärken oder herunterregeln, schaffen hier aber Abhilfe. Solche Kontrollsysteme haben etwa Cisco, der WLan-Konkurrent Aruba und kleinere Spezialanbieter in ihrem Portfolio.

Ein entscheidender Vorteil der strippenlosen Netze ist die Verbindung zur Bürowelt, in der ebenfalls mit Internet-Protokollen gearbeitet wird. „Damit handelt man sich auf der anderen Seite aber auch möglicherweise die gleichen Probleme ein, die man auch in der Office-Welt hat: Viren und ungebetene Gäste“, mahnt Frithjof Klasen.

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