Wissenschaft
380 Millionen Jahre altes Fischfossil gibt Einblicke in Evolution

Australische Forscher haben ein rund 380 Mill. Jahre altes Fischfossil entdeckt, das unerwartet entwickelte Merkmale von Landtieren besitzt.

dpa LONDON. Australische Forscher haben ein rund 380 Mill. Jahre altes Fischfossil entdeckt, das unerwartet entwickelte Merkmale von Landtieren besitzt. Der Ur-Fisch der Gattung Gogonasus habe in vielerlei Hinsicht für Fische typische Eigenschaften, aber gleichzeitig seien Ohren und Gliedmaßen erstaunlicherweise bereits ähnlich wie bei einem Vierfüßer angelegt.

Das berichten Forscher um John Long vom Museum Victoria in Melbourne im britischen Fachjournal „Nature“ (Online-Vorabveröffentlichung). Die Beobachtung lege nahe, dass Ohren und Gliedmaßen ein uraltes „fischiges“ Erbe seien.

Das untersuchte Fossil sei das bislang am besten erhaltene seiner Art, betonen die Forscher. Es war im vergangenen Jahr im Westen Australiens in einer Ablagerung aus Kalkstein entdeckt worden. Der Gogonasus schwamm im Erdzeitalter des Devon durch die Ozeane, während dessen auch die ersten Amphibien das Land eroberten. Die Entdeckung solcher Fossilien erlaube wichtige Einsichten in die Entwicklung der ersten Land-Wirbeltiere.

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