Wissenschaft
7 000 Jahre alte Skelett-Reste in Südtirol entdeckt

Archäologen haben in Südtirol Knochenreste eines vermutlich 6 000 bis 7 000 Jahre alten menschlichen Skeletts entdeckt. Die Knochen seien in einem jungsteinzeitlichen Grab bei Schloss Sigmundskron in der Nähe von Bozen gefunden worden, berichtete die Zeitung „Dolomiten“ (Bozen) am Samstag.

dpa BOZEN. Archäologen haben in Südtirol Knochenreste eines vermutlich 6 000 bis 7 000 Jahre alten menschlichen Skeletts entdeckt. Die Knochen seien in einem jungsteinzeitlichen Grab bei Schloss Sigmundskron in der Nähe von Bozen gefunden worden, berichtete die Zeitung „Dolomiten“ (Bozen) am Samstag.

Es handele sich um die Skelettreste einer Frau. Falls sich das Alter bei genauerer wissenschaftlicher Untersuchung bestätigen sollte, wäre das Skelett deutlich älter als die gut 5 000 Jahre alte Mumie von „Ötzi“.

Das Blatt sprach von einem „Aufsehen erregenden Fund„. Allerdings stehe der wissenschaftliche Beweis für die genaue Datierung mit der C14-Methode noch aus. Der Direktor des Landesamtes für Bodendenkmäler, Lorenzo Dal Rì, habe allerdings keinen Zweifel, dass es sich um eine jungsteinzeitliche Bestattung handelt. Die Grabungen seien bereits seit rund drei Jahren in Gang, hieß es.

„Die Beckenknochen lassen darauf schließen, dass es sich um eine Frau handelt. Es wäre somit die älteste Südtirolerin, die bis jetzt in unserem Land gefunden wurde“, schreibt das Blatt.

Doch während es sich bei „Ötzi“ um eine gut erhaltene Mumie handelt, seien von der Frau lediglich Knochen übrig. „Und die befinden sich leider in sehr schlechtem Zustand“, meinte Dal Rì.

Er schließe nicht aus, dass sich in der Nähe noch weitere jungsteinzeitliche Gräber befinden. Es habe damals eine Siedlung am Hügel von Sigmundskron gegeben.

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