Wissenschaft
Aalwelse jagen auch an Land

Aalwelse jagen auch an Land nach Beute. Das haben belgische Forscher im tropischen Afrika beobachtet. Die Fische werfen ihren vorderen Körper ans Ufer der Gewässer und können dort dank einer nach unten biegsamen Wirbelsäule Insekten und andere Beutetiere vom Boden fressen.

dpa LONDON. Aalwelse jagen auch an Land nach Beute. Das haben belgische Forscher im tropischen Afrika beobachtet. Die Fische werfen ihren vorderen Körper ans Ufer der Gewässer und können dort dank einer nach unten biegsamen Wirbelsäule Insekten und andere Beutetiere vom Boden fressen.

Die Forscher um Sam Van Wassenbergh von der Universität Antwerpen stellen ihre Beobachtungen im britischen Fachblatt „Nature“ (Bd. 440, S. 881) von diesem Donnerstag vor. Das außergewöhnliche Jagdverhalten der Aalwelse erlaube auch Rückschlüsse darauf, wie der Übergang vom Wasser- zum Landleben erfolgte. Dieser sei ohne die Fähigkeit, auch an Land Nahrung suchen und fressen zu können, nicht möglich gewesen.

Aalwelse (Channallabes apus) leben in den schlammigen Sümpfen des tropischen Afrikas. Im Wasser saugen sie ihre Beute in ihr Maul hinein ­ ein Trick, der an Land nicht funktioniert. Dennoch besteht ein Großteil der Beute aus landlebenden Insekten. Mit Filmaufnahmen untersuchten die Wissenschaftler, wie es den Aalwelsen gelingt, die Beute in ihr Maul zu befördern. Die Filmaufnahmen zeigen, dass die flexible Wirbelsäule den Fischen ermöglicht, ihren Kopf über die Beutetiere zu bringen. In dieser Position stupsen sie ihre Opfer nicht etwa nur vor sich her, sondern können sie direkt in ihr Maul befördern, schreiben die Forscher.

Ihre Untersuchung zeige auch, dass es für die Jagd an Land nicht notwendig gewesen sei, zunächst die Brustflossen der Fische so anzupassen, dass sie das Körpergewicht auch außerhalb des Wassers tragen. Ein biegsamer Körper sei für den Beutefang ausreichend gewesen.

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