Wissenschaft
Alzheimer-Mäuse erfolgreich behandelt

US-Wissenschaftler haben Alzheimer-Mäusen das Gedächtnis zurückgegeben. Wie die Wissenschaftler von der Columbia University in New York im US-Fachjournal „Cell“ (Bd. 126, S. 775) vom Freitag berichteten, verstärkten sie die Funktion des Enzyms Uch-L1.

dpa NEW YORK. US-Wissenschaftler haben Alzheimer-Mäusen das Gedächtnis zurückgegeben. Wie die Wissenschaftler von der Columbia University in New York im US-Fachjournal „Cell“ (Bd. 126, S. 775) vom Freitag berichteten, verstärkten sie die Funktion des Enzyms Uch-L1.

Damit stellten sie das normale Erinnerungsvermögen wieder her. Den Forschern zufolge ist das Enzym Teil einer zellulären „Müllabfuhr“, die überflüssige Proteine entfernt. Bei Menschen - und Mäusen -, die an der Gedächtnisschwäche Alzheimer leiden, ist der Uch-L1-Gehalt deutlich reduziert. Im Hirn von Alzheimerkranken finden sich charakteristische schädliche Eiweißablagerungen, so genannte Beta-Amyloid-Plaques.

Die Mäuse wurden im Versuch in einen Käfig gesetzt, in dem jedes Auftreten mit einem unangenehmen Reiz verbunden war. Mäuse mit normalem Erinnerungsvermögen blieben deshalb still stehen, wenn sie zum zweiten Mal in den Käfig gesetzt wurden, speziell gezüchtete Alzheimer-Mäuse dagegen hatten die negative Erfahrung vergessen. Nach der Enzymbehandlung verhielten sie sich jedoch ebenfalls still, genau wie die gesunden Artgenossen.

„Diese Entdeckung ist zwar viel versprechend, aber ihre Wirksamkeit ist bisher nur im Tierversuch nachgewiesen“, betonte einer der beteiligten Wissenschaftler, Michael Shelanski. „Bis zu einer möglichen Therapie für Menschen wird es einige Zeit dauern.“

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