Wissenschaft
Angst vor Umweltgiften löst körperliche Beschwerden aus

Angst vor Umweltgiften kann nach Einschätzung von Experten zu körperlichen Beschwerden führen.

dpa BONN. Angst vor Umweltgiften kann nach Einschätzung von Experten zu körperlichen Beschwerden führen. Das schließen Wissenschaftler der Universität Bonn und des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit in Mannheim aus der Befragung von 300 Studenten, die in einem mit PCB (polychlorierten Biphenylen) belasteten Gebäude gearbeitet hatten.

Viele hätten erst über Beschwerden geklagt, nachdem sie nachträglich von der Belastung erfuhren, berichteten die Institutionen. Oft würden psychologische Auslöser für die Beschwerden vermutet. Eine ärztliche Untersuchung auf etwaige organische Ursachen der Beschwerden habe es allerdings nicht gegeben.

Den Angaben zufolge berichten vor allem diejenigen, die um ihre Gesundheit besorgt seien, im Mittel über mehr körperliche Beschwerden - unabhängig davon, wie lange sie sich in dem belasteten Gebäude aufgehalten hatten. In einem allgemeinen Teil sollten die Probanden zudem generelle Risiken von Umweltgiften bewerten. „Je ängstlicher die Studierenden diesen Teil der Umfrage beantworteten, desto mehr Krankheitssymptome gaben sie auch zu Protokoll“, berichtete die Bonner Psychologin Claudia Forsthövel.

Außerdem befragten die Wissenschaftler die Studenten, mit welchen körperlichen Symptomen sie üblicherweise auf verschiedene Gerüche reagieren. Wer hier besonders starke Beschwerden angebe, gelte als geruchssensitiv. Je höher die Geruchssensitivität, desto mehr Symptome nannten die Probanden. Allerdings seien PCB in geringer Konzentration geruchlos. Die Studenten waren befragt worden, nachdem in einem Gebäude der Universität Bonn leicht erhöhte PCB-Mengen gefunden worden waren. Rückblickend könne nur grob abgeschätzt werden, wie viel PCB die Studierenden tatsächlich aufgenommen haben.

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