Wissenschaft
Astrobiologin: Suche nach Leben im All noch am Anfang

Das Leben auf der Erde ist nach Ansicht der deutschen Astrobiologin Gerda Horneck kein Einzelfall im Kosmos. „Angesichts der vielleicht zehn Mrd.

dpa KöLN. Das Leben auf der Erde ist nach Ansicht der deutschen Astrobiologin Gerda Horneck kein Einzelfall im Kosmos. „Angesichts der vielleicht zehn Mrd. Sonnensysteme in unserer Galaxie und der zahllosen anderen Galaxien im Weltall halte ich es für überheblich, das Leben auf der Erde als einzigartig anzusehen“.

Das sagte die Wissenschaftlerin vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln am Mittwoch in einem dpa-Gespräch. „Wir sind erst ganz am Anfang auf der Suche nach Leben außerhalb der Erde.“ Dabei geht es nicht um andere Zivilisationen, sondern um Spuren irgendeiner Form von Leben.

Am Dienstag hatten Astronomen die Entdeckung des ersten bewohnbaren Planeten bei einem anderen Stern bekannt gegeben, Hinweise auf Leben gibt es dort aber bislang nicht. Bisher sei es aus technischen Gründen kaum möglich gewesen, erdähnliche Planeten jenseits unseres Sonnensystems zu finden, sagte Horneck.

Hoffnung setzt die Forscherin in zukünftige Satellitenmissionen, die möglicherweise auch Lebenszeichen entdecken könnten. „Ein relativ einfach zu findendes Signal wäre Ozon.“ Das Gas besteht aus Sauerstoff, der nur von Lebewesen produziert werden kann. Der Fund irgendeiner außerirdischen Lebensform würde das Verständnis für die Theorie des Lebens enorm voranbringen, betonte die Astrobiologin. „Auch deshalb suchen wir danach. Es geht nicht nur um die Frage: "Sind wir allein?".“

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