Wissenschaft: Auch bei Ameisen gibt es Lehrer und Schüler

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Auch bei Ameisen gibt es Lehrer und Schüler

Auch unter Ameisen gibt es Lehrer und Schüler, wie britische Forscher beobachtet haben. Ameisen leiten demnach Artgenossen zu Futterplätzen und passen ihr Tempo dabei aneinander an, berichten Nigel Franks und Tom Richardson von Universität Bristol im Fachblatt „Nature“ (Bd. 439, S. 153).

dpa LONDON. Auch unter Ameisen gibt es Lehrer und Schüler, wie britische Forscher beobachtet haben. Ameisen leiten demnach Artgenossen zu Futterplätzen und passen ihr Tempo dabei aneinander an, berichten Nigel Franks und Tom Richardson von Universität Bristol im Fachblatt „Nature“ (Bd. 439, S. 153).

Dazu beachtet die „Lehrerin“ auch die Rückmeldung ihrer „Schülerin“. Die sozialen Insekten seien vermutlich die ersten Tierart, bei der ein solches bidirektionales Lehrer-Schüler-Verhältnis nachgewiesen wird.

Franks und Richardson untersuchten die Ameisenart Temnothorax albipennis. Sie fanden heraus, dass das vorangehende Tier, die Lehrerin, sich der ihr folgenden Schülerin nicht nur von sich aus anpasst. Sie setzt den Tandemlauf nur fort, so lange die Schülerin sie regelmäßig mit ihren Fühlern berührt. Bemerkenswert fanden die Forscher, dass Ameisen diese Fähigkeiten entwickelten, obwohl sie kein großes Gehirn haben. Wie bei jeder Tandemfahrt gibt es demnach aber auch Nachteile: Allein käme die Ameisen-Lehrerin vier mal schneller zum Futter.

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