Wissenschaft
Bäckerhefe „riecht“ Sprengstoff

Eine gentechnisch veränderte Bäckerhefe kann Sprengstoff riechen und strahlt dann grün. US-Forscher wollen sie künftig bei der Suche nach Sprengmaterial nutzen. Das Team um Danny Dhanasekaran von der Temple Universität in Philadelphia hatte der Hefe Gene für Geruchsrezeptoren von Ratten eingesetzt.

dpa NEW YORK. Eine gentechnisch veränderte Bäckerhefe kann Sprengstoff riechen und strahlt dann grün. US-Forscher wollen sie künftig bei der Suche nach Sprengmaterial nutzen. Das Team um Danny Dhanasekaran von der Temple Universität in Philadelphia hatte der Hefe Gene für Geruchsrezeptoren von Ratten eingesetzt.

Die Forscher berichten darüber in der Online-Ausgabe des Fachjournals „Nature Chemical Biology“ vom Montag. Der Geruchssinn von Ratten und Mäusen ist äußerst empfindlich.

Um die gentechnisch veränderte Hefe nutzen zu können, bedienten sie sich eines weiteren genetischen Tricks: Sie verknüpften das Gen für den Geruchsrezeptor Olfr226 mit einem Gen, das die Hefe bei Aktivierung grün fluoreszieren lässt. Der gentechnisch veränderte Hefestamm (Saccharomyces cerevisiae) kann nun 2,4-Dinitrotoluol, ein Nebenprodukt des hochexplosiven Sprengstoffs TNT (Trinitrotoluol), riechen und anzeigen.

„Angesichts der wachsenden Bedrohung durch Giftstoffe in der Umwelt, biologische und chemische Kampfstoffe eingeschlossen, kommen innovativen Systemen zur Entdeckung schädlicher Stoffe höchste Bedeutung zu“, schreibt das Team. Es empfiehlt seinen neuen Biosensor nicht nur zur Suche nach versteckten Sprengsätzen, sondern auch für Landminen. Bisher wurden unter anderem Hunde zur Bergung von Landminen eingesetzt. Sie seien auch in der Lage, DNT wahrzunehmen und geben entsprechend Alarm, heißt es in dem Artikel.

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