Wissenschaft
Bis zu 2 300 künftige Sonnensysteme im Orionnebel entdeckt

Mit dem „Spitzer“-Weltraumteleskop haben US-Astronomen bis zu 2 300 künftige Sonnensysteme im Orionnebel aufgespürt. Das Infrarot-Teleskop entdeckte in der Himmelsregion zahlreiche junge Sterne, die von Gas- und Staubscheiben umkreist werden.

dpa PASADENA. Mit dem „Spitzer“-Weltraumteleskop haben US-Astronomen bis zu 2 300 künftige Sonnensysteme im Orionnebel aufgespürt. Das Infrarot-Teleskop entdeckte in der Himmelsregion zahlreiche junge Sterne, die von Gas- und Staubscheiben umkreist werden.

Jede dieser Scheiben habe das Potenzial, ein Planetensystem zu formen, berichtete die US-Weltraumagentur Nasa am Montag (Ortszeit) im kalifornischen Pasadena. Nach den Worten von Forschungsleiter Thomas Megeath von der Universität Toledo im US-Bundesstaat Ohio handelt es sich um die bislang umfangreichste „Volkszählung“ potenzieller Sonnensysteme im Orionnebel. Die Astronomen versprechen sich davon grundsätzliche Erkenntnisse über die Entstehung von Planetensystemen.

Der Orionnebel ist mit einer Entfernung von 1 450 Lichtjahren die nächste große „Sternenfabrik“ in der kosmischen Umgebung der Erde und - vor allem im Winterhalbjahr - bereits mit bloßem Auge am Nachthimmel zu erkennen. Ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt, und entspricht knapp zehn Billionen Kilometern.

In dem Nebel ballen sich fortwährend große Mengen Gas zu neuen Sonnen. Das „Spitzer“-Teleskop entdeckte auch rund 200 „Sternenembryonen“ - frisch gebackene Sonnen, die noch zu jung sind für eine ausgeformte Staubscheibe. Megeath und Kollegen schätzen allerdings, dass nur 60 bis 70 Prozent der Sterne im Orionnebel mit einer Staubscheibe geboren werden. „Es ist eine interessante Frage, warum es nicht 100 Prozent sind“, sagte Megeath. Die Beantwortung dieser Frage könnte auch das Wissen über die Entstehung von Planetensystemen im Universum erweitern.

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