Wissenschaft
Bundesweit modernstes Hochsicherheitslabor entsteht in Marburg

An der Universität Marburg entsteht nach Hochschulangaben das bundesweit modernste Hochsicherheitslaborfür die Virusforschung.

dpa MARBURG. An der Universität Marburg entsteht nach Hochschulangaben das bundesweit modernste Hochsicherheitslaborfür die Virusforschung. Zur Untersuchung von tödlichen und hoch ansteckenden Viren soll die Einrichtung der höchsten Sicherheitsstufe nach dem Gentechnikrecht bis 2007 für rund zehn Mill. Euro entstehen.

„Wir können nun endlich auch die neueste Technologie bei unseren Arbeiten an gefährlichen viralen Erregern anwenden“, sagte der Direktor des Instituts für Virologie, Prof. Hans-Dieter Klenk, am Mittwoch bei der Grundsteinlegung.

In dem neuen Labor - von Bund und Land gemeinsam finanziert - sollen unbekannte Krankheitserreger möglichst schnell identifiziert und Medikamente zu ihrer Bekämpfung entwickelt werden. Damit könnten die Marburger Virologen helfen, weltweite Epidemien einzudämmen, teilte die Hochschule mit. In der Einrichtung wollen Wissenschaftler etwa an den Erregern der Lungenkrankheit Sars und der Vogelgrippe sowie am Ebola- und Marburg-Virus forschen, die beide ein tödliches so genanntes hämorrhagisches Fieber mit extremer Blutungsneigung hervorrufen. Schon seit 1967 - damals wurde das gefährliche Marburg- Virus entdeckt - werden in der Universitätsstadt seltene Viren untersucht.

Das Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin wird nach Hochschulangaben etwa zeitgleich mit der Marburger Universität ein ähnliches Labor in Betrieb nehmen. In Europa gebe es bisher nur in Stockholm und Lyon vergleichbare Einrichtungen, hieß es.

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