Wissenschaft
Charité-Forscher weist Kritik an Lärm-Studie zurück

Um die Aufsehen erregende Lärmstudie der Berliner Charité ist Streit zwischen Auftraggebern und Forschern entbrannt. Der Leiter der Studie, Stefan Willich, wies die Kritik des Umweltbundesamtes (UBA) an seiner Interpretation zurück.

dpa BERLIN. Um die Aufsehen erregende Lärmstudie der Berliner Charité ist Streit zwischen Auftraggebern und Forschern entbrannt. Der Leiter der Studie, Stefan Willich, wies die Kritik des Umweltbundesamtes (UBA) an seiner Interpretation zurück.

„Diese Studie ist nach höchsten internationalen Wissenschaftsstandards durchgeführt worden.“ Er verwies auf Veröffentlichungen in Fachjournalen wie dem „European Heart Journal“ (DOI: 10.1 093/eurheartj/ehi658).

Laut der Charité-Studie erhöht chronischer Lärm das Herzinfarkt-Risiko bei Männern um 50 Prozent und bei Frauen sogar um 200 Prozent. Das Umweltbundesamt, das zu den Auftraggebern der Studie zählt, hatte diese Interpretation am Donnerstag in mehreren Details angezweifelt. Die Aussagen beruhten auf einer unzulässigen Interpretation der statistischen Ergebnisse, hatte das UBA betont. Für Frauen habe die Lärmstudie kein erhöhtes Herzinfarkt-Risiko durch Verkehrslärm ergeben. Für Männer liege das Risiko leicht - um rund 30 Prozent - höher.

An der Charité-Lärm-Studie nahmen zwischen 1998 und 2001 mehr als 4 000 Patienten aus 32 Berliner Krankenhäusern teil. Die Untersuchung ist nach Charité-Angaben die weltweit größte Querschnittsstudie zu diesem Thema.

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