Wissenschaft
Chinesisches Klonkalb soll Rinderwahn widerstehen

Chinesische Forscher melden die Geburt eines Klonkalbs, das gegen den Rinderwahn BSE resistent sein soll. Nach einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua vom Mittwoch hatten die Wissenschaftler dem Erbgut des von einer erwachsenen Kuh geklonten Kalbs BSE-Resistenzgene eingepflanzt.

dpa PEKING. Chinesische Forscher melden die Geburt eines Klonkalbs, das gegen den Rinderwahn BSE resistent sein soll. Nach einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua vom Mittwoch hatten die Wissenschaftler dem Erbgut des von einer erwachsenen Kuh geklonten Kalbs BSE-Resistenzgene eingepflanzt.

Weitere Tests seien aber notwendig, um festzustellen, ob der Versuch erfolgreich gewesen sei. Das 55 Kilogramm schwere Kalb kam im landwirtschaftlichen Wissenschaftsinstitut der Stadt Laiyang in der Provinz Shandong zur Welt. Das Forschungsprojekt werde von den Professoren Dong Yajuan und Bo Xuejin geleitet, die 2001 zum ersten Mal in China erfolgreich eine Kuh geklont hatten, schrieb Xinhua.

Auch eine Arbeitsgruppe um Prof. Eckhard Wolf von der Ludwig- Maximilians-Universität in München arbeitet an BSE-resistenten Rindern. Die Münchner Forscher haben dazu Rinder-Embryonen geklont, bei denen sie gentechnisch die Produktion der Prionen ausgeschaltet haben. Eine fehlerhafte Version dieser Eiweiße gilt als BSE-Auslöser. Die Münchner Rinder-Embryonen waren Ende 2005 Kühen eingesetzt worden.

Zuvor hatte auch der südkoreanische Klonforscher Hwang Woo Suk, der inzwischen in Teilen seiner Arbeit der Fälschung überführt wurde, die Geburt BSE-resistenter Klonkälber bekannt gegeben.

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