Wissenschaft
Computer simuliert Planeten-Entstehung

Bei der Entstehung der Planeten unseres Sonnensystems haben möglicherweise Nachbarsterne durch das Durcheinanderwirbeln von Staubpartikeln geholfen. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der Universitäten Bonn und Wien.

dpa BONN. Bei der Entstehung der Planeten unseres Sonnensystems haben möglicherweise Nachbarsterne durch das Durcheinanderwirbeln von Staubpartikeln geholfen. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der Universitäten Bonn und Wien.

Computersimulationen an einem Hochleistungscomputer in Bonn zeigten, dass diese Theorie zutreffen und sogar die Umlaufbahnen von Planeten erklären könne, teilte die Universität Bonn am Dienstag mit.

Unser Sonnensystem entstand nach geltender Auffassung von 4,6 Mrd. Jahren. Um unsere Sonne herum bildete sich eine Scheibe aus Gas und Staub. Bislang glaubt man, dass die Partikel mit der Zeit aneinander klebten. So wären Kerne herangewachsen, die schließlich genug Schwerkraft hatten, um große Partikelmengen anzuziehen und Planeten zu bilden. Das würde nach Meinung der Bonner und Wiener Astronomen aber viel länger dauern, als die Staubschicht tatsächlich bestand.

Im neuen Modell spielen daher Nachbarsterne die Rolle der Planeten-Geburtshelfer. Sie könnten den Staubgürtel unserer Sonne so durcheinander gewirbelt haben, dass die Partikel rasch zusammenkamen, so wie sich Teekrümel nach dem Umrühren in der Mitte einer Tasse sammeln.

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