Wissenschaft
„Countdown“ für „Columbus“-Start läuft

Der „Countdown“ für den Start des europäischen Weltraumlabors „Columbus“ zur Internationalen Raumstation ISS hat begonnen. Jetzt gibt es nur noch einen ganz engen Fahrplan für die Arbeit bis zum Start. Das Labor solle am 6. Dezember in der Ladebucht des Space Shuttle „Atlantis“ in Florida abheben.

dpa BREMEN. Der „Countdown“ für den Start des europäischen Weltraumlabors „Columbus“ zur Internationalen Raumstation ISS hat begonnen. Jetzt gibt es nur noch einen ganz engen Fahrplan für die Arbeit bis zum Start. Das Labor solle am 6. Dezember in der Ladebucht des Space Shuttle „Atlantis“ in Florida abheben.

Das teilte EADS Astrium am Mittwoch in Bremen mit. Zuvor sollen letzte Tests und Restarbeiten erfolgen. Unter anderem wird das Labor mit mehreren Anlagen für Experimente bestückt.

EADS erhielt 1996 den Bauauftrag für das 880 Mill. Euro teure Labor. Es wurde im Mai 2006 abgeliefert und wird seit dem Transportflug zum Kennedy Space Center bei der Nasa auf den Start vorbereitet. „Columbus“ hat nach EADS-Angaben alle Druckversuche in einer Vakuumkammer und zahlreiche Funktionstests bestanden. Die Lebensdauer von „Columbus“ ist auf zehn Jahre ausgelegt.

Am 17. Oktober werden alle Luken von „Columbus“ hermetisch geschlossen. Zuvor muss das Weltraumlabor biologisch gereinigt und die Innenluft ausgetauscht werden. Dies soll die Bildung von Kondenswasser im All verhindern, sagte „Columbus“-Chefingenieur Rüdiger Kledzik. Außerdem soll die „Atlantis“-Crew das Labor inspizieren. Sie soll vier Tage nach dem Start „Columbus“ an die Raumstation anschließen und anschließend alle Anlagen aktivieren. Den entscheidenden Einschalt-Knopf werde voraussichtlich ein französischer Astronaut betätigen.

Durch frühere Verschiebungen beim Flugplan der Nasa-Shuttle hatte sich der Starttermin für „Columbus“ immer wieder verzögert. Die letzte Verschiebung von September auf Dezember führte dazu, dass 400 Kilogramm weniger Nutzlast in die Erdumlaufbahn gebracht werden können, sagte „Columbus“-Programmleiter Günther Brandt. Ursache sei der geringere Schub der Trägerrakete in der kalten Jahreszeit.

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