Wissenschaft: Debatte um Stammzellforschung - Politiker fordern Klonverbot

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Debatte um Stammzellforschung - Politiker fordern Klonverbot

Die forschungspolitische Sprecherin von CDU und CSU, Ilse Aigner, hat ein weltweites Klonverbot gefordert. „Wir müssen verhindern, dass Menschen von der Forschung dupliziert und gezüchtet werden“, sagte Aigner der „Berliner Zeitung“ (Samstagsausgabe).

dpa HAMBURG. Die forschungspolitische Sprecherin von CDU und CSU, Ilse Aigner, hat ein weltweites Klonverbot gefordert. „Wir müssen verhindern, dass Menschen von der Forschung dupliziert und gezüchtet werden“, sagte Aigner der „Berliner Zeitung“ (Samstagsausgabe).

Sie fürchte allerdings, dass ein Verbot von vielen Ländern nicht gewollt werde. US-Forscher um Andrew French vom kalifornischen Biotech-Unternehmen Stemagen in La Jolla hatten den ersten menschlichen Klonembryo präsentiert, der aus einer Körperzelle eines Erwachsenen geschaffen worden war. Die gewünschten Stammzellen haben die Forscher jedoch nicht isoliert.

Auch die Grünen forderten die Bundesregierung auf, schnell international aktiv zu werden. „Die Bundesregierung muss einen neuen Anlauf für ein weltweites Klonverbot unternehmen“, sagte die Grünen- Expertin Priska Hinz der „Berliner Zeitung“. Das von der Firma Stemagen angewandte Klonverfahren überschreite ethische Grenzen, ohne dass dabei konkrete Heilungschancen in Aussicht stünden. Stattdessen müsse sich die Forschung auf die vielversprechenden, ethisch unbedenklichen adulten Stammzellen konzentrieren.

Die Hamburger Wissenschaftlerin Regine Kollek, Mitglied des Internationalen Ausschusses für Bioethik der Unesco und des Nationalen Ethikrates, warnte in einem Interview mit „Deutschlandradio Kultur“ davor, zu viele Hoffnungen an die jüngsten Erkenntnisse in der Stammzellforschung zu knüpfen. Zum Für und Wider des therapeutischen Klonens sagte Kollek dem Sender: „Jedes Land muss hier erstmal seinen eigenen Weg finden. Deutschland hat sehr hohe Standards. Aber die haben manch andere Länder auch. Und es ist an sich auch nicht einzusehen, warum sich die Weltgemeinschaft immer nach den Ländern mit den niedrigsten Standards richten muss.“

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