Wissenschaft
Descartes-Preis der EU ging auch an Deutsche

Der mit einer Million Euro dotierte Descartes-Forschungspreis ist am Freitag in London zu gleichen Teilen an fünf europäische Forscherteams vergeben worden, darunter vier mit deutscher Beteiligung. Die Arbeiten umfassen mehrere wissenschaftliche Disziplinen.

dpa LONDON. Der mit einer Million Euro dotierte Descartes-Forschungspreis ist am Freitag in London zu gleichen Teilen an fünf europäische Forscherteams vergeben worden, darunter vier mit deutscher Beteiligung. Die Arbeiten umfassen mehrere wissenschaftliche Disziplinen.

Die Auszeichnungen vergab EU-Forschungskommissar Janez Potocnik. Martin Wegener von der Universität Karlsruhe forscht im Exel-Verbund an neuartigen, so genannten linkshändigen Materialien. Sie können unter anderem Licht in die andere Richtung brechen als gewöhnliche optische Materialien und bergen zahlreiche Anwendungen.

Das Projekt Ceca, an dem auch Lennart Bengtsson vom Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie beteiligt ist, untersucht seit zehn Jahren den Klimawandel und Umweltveränderungen in der Arktis. Das Europäische Pulsar-Netzwerk (EPN) erforscht die Physik rotierender Neutronensterne, so genannter Pulsare. Das Team unter Beteiligung von Axel Jessner vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn hat unter anderem den ersten bekannten Doppelpulsar entdeckt.

Peter Mohler vom Mannheimer Zentrum für Umfragen Methoden und Analysen (Zuma) hat im Projekt ESS mit zur Entwicklung einer Standardmethode für internationale Datenerfassungen beigetragen. Die Initiative Euro-PID, das fünfte ausgezeichnete Projekt, konzentriert sich auf rund 130 seltene genetisch bedingte Immunschwächeleiden.

Zum zweiten Mal wurde auch ein mit 250 000 Euro dotierter Preis für Wissenschaftskommunikation verliehen. Diesen Preis teilten sich zu gleichen Teilen fünf Forscher aus Schweden, Dänemark, Belgien, Großbritannien und Deutschland, die für ihre Leistungen bei der Vermittlung schwieriger wissenschaftlicher Sachverhalte an eine breite Öffentlichkeit geehrt wurden. Michael Seifert von der Universität Tübingen wurde für seine „Kinderuniversität“ ausgezeichnet, eine erfolgreiche Serie von Vorlesungen, die das Interesse von Kindern zwischen acht und zwölf Jahren an den Naturwissenschaften wecken soll.

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