Wissenschaft
Deutlich mehr Regen und Schnee im 20. Jahrhundert

Regen und Schnee haben in den vergangenen hundert Jahren in vielen Regionen der Erde deutlich zugenommen. Das haben Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich zusammen mit Kollegen aus Bonn, Potsdam und der Schweiz herausgefunden.

dpa KöLN. Regen und Schnee haben in den vergangenen hundert Jahren in vielen Regionen der Erde deutlich zugenommen. Das haben Wissenschaftler des Forschungszentrums Jülich zusammen mit Kollegen aus Bonn, Potsdam und der Schweiz herausgefunden.

Der Mensch sei für den Anstieg mitverantwortlich, berichten die Wissenschaftler im britischen Fachjournal „Nature“ (Bd. 440, S. 1 179) von diesem Donnerstag. Die Zunahme des Niederschlags gehe mit dem Beginn der Industrialisierung und der globalen Erwärmung einher.

Die langfristige Entwicklung konnte das Team an den Jahresringen von uralten Wacholderbäumen in Nordpakistan ablesen. Anhand der Zellulose aus den Stämmen der Bäume rekonstruierten die Forscher 1 200 Jahre Klimageschichte. Das Ergebnis verglichen sie mit Klimadaten aus anderen Regionen der Erde, darunter auch Süddeutschland. Dabei zeigte sich ebenfalls ein allgemeiner Anstieg der Niederschlagsmenge im 20. Jahrhundert. Wie viel es genau in welcher Region geregnet habe, sei jedoch noch unklar.

Um die Niederschlagsverteilung zu erfassen, arbeiten Teams aus zwölf europäischen Ländern gemeinsam an einem Temperatur- und Niederschlagsarchiv für Europa. Fernziel sei es, aus den Rekonstruktionen der Klimadaten Modelle zu entwickeln, mit denen sich unter anderem lang anhaltende Dürren oder „in ferner Zukunft“ auch Jahrhunderthochwasser vorhersagen ließen.

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