Wissenschaft
Deutsche Experten erforschen Dunkle Materie

Ein internationales Team unter deutscher Beteiligung will mit der Expedition „Pamela“ die Dunkle Materie im Universum erforschen. An diesem Donnerstag soll im russischen Baikonur dazu eine Sojus-Rakete mit Spezialgeräten an Bord starten.

dpa KöLN. Ein internationales Team unter deutscher Beteiligung will mit der Expedition „Pamela“ die Dunkle Materie im Universum erforschen. An diesem Donnerstag soll im russischen Baikonur dazu eine Sojus-Rakete mit Spezialgeräten an Bord starten.

Das berichtete das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln, das an der Mission beteiligt ist. Die dunkle Materie macht sich zwar durch ihre Anziehungskräfte bemerkbar, ist jedoch unsichtbar und bislang noch nicht direkt nachgewiesen.

Bei der Expedition wird laut DLR nicht nur die Natur der Dunklen Materie untersucht, sondern auch der Ursprung der energiereichen normalen Materie und ihrer Ausbreitung im All. „Pamela“ messe hierfür Teilchen und Antiteilchen aus dem Weltraum, die so genannte kosmische Strahlung. Mit einem Magnetspektrometer und weiteren Geräten will das Forscherteam die aus dem tiefen Weltraum einfallenden energiereichen Teilchen unter anderem auf Ladung und Masse untersuchen.

Die Gesamtmasse des Universums soll laut DLR zu etwa fünf Prozent aus normaler Materie bestehen, zu 20 Prozent aus Dunkler Materie und zu 75 Prozent aus Dunkler Energie, die als eine Ursache für die Ausbreitung des Universums gilt.

Die Messgeräte seien auf dem russischen Erderkundungs-Satelliten Resurs-DK-1 untergebracht, der eine Bahnhöhe von 350 bis 610 Kilometer erreichen werde, berichtete das DLR. Die Expedition dauere drei Jahre. An dem Projekt „Pamela“ (Payload for Antimatter Matter Exploration and Light nuclei Astrophysics) arbeiten nach DLR-Angaben Wissenschaftler aus Deutschland, Italien, Schweden, Russland, USA und Indien zusammen.

Das Experiment sei mit Mitteln aus Italien und Russland entwickelt worden. Das italienisch-russische Team erhalte Unterstützung durch deutsche Wissenschaftler von der Universität Siegen. Das Projekt unter der Leitung von Prof. Manfred Simon sei zudem vom DLR mit bislang etwa drei Mill. Euro gefördert worden.

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