Wissenschaft
Deutsches Radarauge im All sendet erste Aufnahmen

Das neue deutsche Radarauge im All übertrifft auf Anhieb die Erwartungen der Experten: Nur vier Tage nach dem Start von „Terrasar-X“ konnten die ersten brillanten Satellitenaufnahmen empfangen werden.

dpa PARIS/OBERPFAFFENHOFEN. Das neue deutsche Radarauge im All übertrifft auf Anhieb die Erwartungen der Experten: Nur vier Tage nach dem Start von „Terrasar-X“ konnten die ersten brillanten Satellitenaufnahmen empfangen werden.

Das teilte der europäische Raumfahrtkonzern EADS Astrium am Donnerstag auf dem Pariser Luft- und Raumfahrtsalon in Le Bourget mit. „Normalerweise dauert es vier bis sechs Monate, bis wir einen Satelliten in Betrieb haben“, erläuterte ein Astrium-Sprecher. Die ersten Bilder kamen beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen an.

Obwohl der Satellit erst in zehn Tagen seine endgültige Umlaufbahn erreichen soll, weisen die nur zu Testzwecken aufgezeichneten ersten Daten nach den Angaben bereits eine überraschend hohe Qualität und Detailschärfe auf. „Terrasar-X“ war am vergangenen Freitag vom kasachischen Baikonur aus in seine Umlaufbahn gebracht worden.

Das Gemeinschaftsprojekt von DLR und Astrium kostet 185 Mill. Euro. Ziel der fünf Jahre dauernden Mission ist die Erfassung von neuen und hochwertigen Daten der Erdoberfläche auf Radarbasis. „Terrasar-X“ soll besonders scharfe Radarbilder der gesamten Erde liefern, die der Wissenschaft, dem Katastrophenschutz sowie kommerziellen Zwecken dienen werden. Der Satellit wird je zur Hälfte wissenschaftlich und kommerziell genutzt.

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