Wissenschaft
Dramatisch große Risse in der arktischen Eiskappe

Im ganzjährigen Eis am Nordpol klaffen zum Ende dieses Sommers Risse so groß wie die Fläche Großbritanniens. Wie die Europäische Weltraumorganisation Esa am Mittwoch in Paris berichtete, reichten die Öffnungen im Eis von Spitzbergen im Nordpolarmeer über die russische Arktis bis hin zum Nordpol.

dpa PARIS. Im ganzjährigen Eis am Nordpol klaffen zum Ende dieses Sommers Risse so groß wie die Fläche Großbritanniens. Wie die Europäische Weltraumorganisation Esa am Mittwoch in Paris berichtete, reichten die Öffnungen im Eis von Spitzbergen im Nordpolarmeer über die russische Arktis bis hin zum Nordpol.

„Diese unnormale und dramatische Situation der Eisschmelze ist mit den bisherigen Rekordjahren nicht zu vergleichen“, erklärte Mark Drinkwater die von dem Asar-Radar des europäischen Umweltsatelliten Envisat in der Zeit vom 23. bis 25. August gemachten Aufnahmen. „Ein Schiff hätte wohl von Spitzbergen oder Nordsibirien aus ohne Probleme bis zum Nordpol fahren können - dort, wo normalerweise überall Packeis ist“, erläuterte der Eis- und Ozeanexperte der Esa.

In den vergangenen 25 Jahren wurde ein zunehmender Rückgang des jährlichen Eistiefststandes in der Arktis registriert. Anfang der achtziger Jahre waren am Ende eines Sommers etwa acht Mill. Quadratkilometer Eis übrig, im Jahr 2005 waren es nur noch 5,5 Millionen. Experten betrachten den Rückgang als Folge des Treibhauseffektes.

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