Wissenschaft: Eichhörnchen narren Futterdiebe

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Eichhörnchen narren Futterdiebe

Ausgefeiltes Täuschungsmanöver: Wenn Eichhörnchen sich beobachtet fühlen, legen sie leere Nußdepots an, um mögliche Futterdiebe in die Irre zu führen. Das haben Forscher der Wilkes-Universität in Philadelphia beobachtet, wie der britische „New Scientist“ (Nr. 2 639, S. 16) berichtet.

dpa LONDON. Ausgefeiltes Täuschungsmanöver: Wenn Eichhörnchen sich beobachtet fühlen, legen sie leere Nußdepots an, um mögliche Futterdiebe in die Irre zu führen. Das haben Forscher der Wilkes-Universität in Philadelphia beobachtet, wie der britische „New Scientist“ (Nr. 2 639, S. 16) berichtet.

Es handele sich ihres Wissens nach um den ersten Beleg für gezielte Täuschungsmanöver bei Nagetieren, schreiben Michael Steele und Kollegen im Fachblatt „Animal Behaviour“ (online vorab veröffentlicht).

Wenn Eichhörnchen einen Leckerbissen übrig haben, vergraben sie ihn für schlechtere Zeiten, jeden in einem eigenen Loch. Bis zu jedes fünfte Loch ist jedoch leer, wie das Team um Steele festgestellt hat. Die Wissenschaftler beobachteten die in Amerika verbreiteten Grauhörnchen (Sciurus carolinensis) dabei, wie sie Löcher gruben und anschließend nur so taten, als würden sie etwas hineinschieben. Die leeren Depots bedeckten die Nager sogar mit Erde und Blättern.

Dieses Verhalten war bei Anwesenheit von Artgenossen häufiger, berichten die Forscher. Nachdem Steele eine Gruppe Studenten losgeschickt hatte, um die Futterdepots der Grauhörnchen zu plündern, nahmen die Täuschungsmanöver der wildlebenden Nagetiere auch in Gegenwart menschlicher Beobachter zu, schreibt der „New Scientist“. Ob die Nager allerdings tatsächlich die diebischen Absichten eines Menschen erkennen könnten, sei unklar.

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