Wissenschaft
Einsamkeit erhöht das Risiko für Alzheimer

Ältere Menschen, die viel allein sind, erkranken doppelt so häufig an Alzheimer wie andere, die weniger unter Einsamkeit leiden. Das haben Forscher vom Alzheimer-Zentrum der Rush-Universität in Chicago in einer vierjährigen Studie mit 823 Senioren herausgefunden.

dpa CHICAGO. Ältere Menschen, die viel allein sind, erkranken doppelt so häufig an Alzheimer wie andere, die weniger unter Einsamkeit leiden. Das haben Forscher vom Alzheimer-Zentrum der Rush-Universität in Chicago in einer vierjährigen Studie mit 823 Senioren herausgefunden.

Die Resultate sind in der Fachzeitschrift „Archives of General Psychiatry“ (Bd. 64, S. 234) des amerikanischen Ärzteverbandes AMA veröffentlicht.

Die Teilnehmer gaben ihr Gefühl der Einsamkeit und Verlassenheit auf einer Skala von eins bis fünf an. Dabei kam heraus, dass das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, mit jedem Punkt auf der Skala um 51 Prozent stieg. Senioren, die ihr Gefühl der Einsamkeit mit 3,2 Punkten bewerteten - der höchsten Punktzahl im Rahmen der Studie -, hatten ein mehr als doppelt so hohes Risiko, an der Nervenkrankheit zu erkranken.

„Wir können zwei Schlüsse (aus dieser Studie) ziehen“, erklärte Wilson in dem Journal. „Erstens, dass Einsamkeit ein Risikofaktor ist, und zweitens, dass wir (auf der Suche nach den Ursachen für Alzheimer) mehr Faktoren einbeziehen müssen als nur neuropathologische Zusammenhänge“. Einsamkeit wirke sich ganz eindeutig nicht nur emotional, sondern auch auf den Körper aus, erklärte Wilson. Dass das Gefühl der Einsamkeit eine Folge von Demenz und Alzheimer sein könnte, schließt seine Gruppe hingegen aus.

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