Wissenschaft
Experte: Gentechnik für Virenforschung unabdingbar

Die Gentechnik ist nach Überzeugung des Hamburger Virologen Stephan Günther für die Erforschung lebensgefährlicher und hoch ansteckender Erreger unabdingbar. Untersuchungen mit natürlichen Viren ließen Forscher bald an Grenzen stoßen.

dpa HAMBURG. Die Gentechnik ist nach Überzeugung des Hamburger Virologen Stephan Günther für die Erforschung lebensgefährlicher und hoch ansteckender Erreger unabdingbar. Untersuchungen mit natürlichen Viren ließen Forscher bald an Grenzen stoßen.

„Um herauszubekommen, warum ein Virus krank macht, gilt es herauszufinden, welche seiner Gene für die Entstehung der Krankheit verantwortlich sind“, sagte der Leiter der Virologie am Bernhard-Nocht-Institut (BNI) für Tropenmedizin in Hamburg, Stephan Günther, in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Dies gehe nur, wenn die Viren mit Gentechnikmethoden verändert würden.

An gentechnisch veränderten Erregern ließen sich die Funktionen der einzelnen Gene untersuchen, erläuterte Günther. „In der Virenforschung ist die Gentechnik ein essenzieller Bestandteil.“ Die Versuche würden zum Beispiel an Tieren durchgeführt, die ähnlich wie der Mensch auf die Viren reagierten. Bislang waren Forschungen mit gentechnisch veränderten Viren der Risikogruppe vier, zu der Ebola-, Lassa- und Marburg-Viren gehören, laut Günther in Deutschland nicht erlaubt, weil es kein Labor gab, das die erforderlichen baulichen Standards erfüllte.

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