Wissenschaft
Experte: Raumsonden brachten irdische Bakterien auf den Mars

Mars-Sonden haben nach Schätzungen eines Experten eine Milliarde Bakteriensporen von der Erde auf den Roten Planeten eingeschleppt, was den Nachweis ursprünglicher Lebensformen auf dem Nachbarn der Erde erschweren könnte.

dpa PARIS. Mars-Sonden haben nach Schätzungen eines Experten eine Milliarde Bakteriensporen von der Erde auf den Roten Planeten eingeschleppt, was den Nachweis ursprünglicher Lebensformen auf dem Nachbarn der Erde erschweren könnte.

Bakterien seien viel widerstandsfähiger als angenommen und könnten trotz der extremen Bedingungen auf dem Mars „überwintern“, erklärte der Planetenfachmann André Debus von der französischen Weltraumorganisation Cnes in Paris. Das zeigten mikrobiologische Kontrollen, die in einen von Europäern und Amerikanern gemeinsam vorbereiteten Bericht eingehen sollen.

Nach den vorläufigen Ergebnissen des Berichts könnten die Desinfektion bei bisherigen Marslandungen unzureichend gewesen sein. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa und die europäische Raumfahrtorganisation Esa dürften auf der Grundlage dieser Ergebnisse rasch nach verschärften Bestimmungen für die Desinfektion von Landegeräten und Robot-Fahrzeugen mit außerirdischen Zielen rufen, erläuterte Debus. Sonst könne sich eine mögliche sensationelle Entdeckung von Lebensformen etwa auf dem Mars als Export von der Erde entpuppen.

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