Wissenschaft
Experten beklagen Rückgang der Schmetterlingsvielfalt

Von Admiral bis Zitronenfalter reicht das Alphabet der Schmetterlinge - doch immer weniger von ihnen flattern durch Europa. 71 der 576 Schmetterlingsarten des Kontinents seien mittlerweile bedroht, fast jedes europäische Land sei davon betroffen.

dpa LONDON. Von Admiral bis Zitronenfalter reicht das Alphabet der Schmetterlinge - doch immer weniger von ihnen flattern durch Europa. 71 der 576 Schmetterlingsarten des Kontinents seien mittlerweile bedroht, fast jedes europäische Land sei davon betroffen.

Das berichten Biologen aus Großbritannien und den Niederlanden im Fachjournal „New Scientist“ (Vol. 2 543, S. 6). Der Grund: In den vergangenen 25 Jahren seien die Gebiete, in denen sich Feuchtwiesen- und Waldschmetterlinge tummelten, europaweit um 15 Prozent zurückgegangen. Der Lebensraum der Wiesen-Schmetterlinge schrumpfte gar um 19 Prozent.

Martin Warren vom britischen Schmetterlings-Artenschutz sammelt mit Kollegen aus den Niederlanden seit 1990 Informationen über das Vorkommen von Schmetterlingen in 45 Staaten Europas. „Wir waren überrascht, wie klar das Ergebnis ausfällt: Die Schmetterlinge, die nur in einem oder zwei Lebensräumen gedeihen, sind besonders bedroht.“ Vor allem der Rückgang der Feuchtwiesen, die vielfach für die Landwirtschaft trocken gelegt würden, mache sich bemerkbar.

Die Originalarbeit ist im Fachmagazin „Journal of Insect Conservation“ (Vol. 10, S. 189) veröffentlicht.

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