Wissenschaft
Feine Stacheln schaffen sterile Oberflächen

Ein Überzug aus mikroskopisch feinen Stacheln könnte künftig zahlreiche Oberflächen von Keimen frei halten. Die Bakterien werden an den Spitzen regelrecht zerrissen.

dpa WASHINGTON. Ein Überzug aus mikroskopisch feinen Stacheln könnte künftig zahlreiche Oberflächen von Keimen frei halten. Die Bakterien werden an den Spitzen regelrecht zerrissen.

Das berichten Forscher um Alexander Klibanov vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge (US-Staat Massachusetts). Ihre Studie ist in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften nachzulesen („Pnas“). Die Gruppe erhofft sich unter anderem einen neuen Schutz vor Infektionen.

Die Substanz aus der Klasse der so genannten Polyethylenimine (PEI) bildet eine stachelige Oberfläche, zum Beispiel auf einer Glasscheibe. An diesen Stacheln zerreiße die Zellwand von Bakterien ebenso wie die Schutzhülle von Viren, berichten die Forscher.

Ihnen zufolge wurde die Wirkung der stacheligen Oberflächen bei verschiedenen Grippeviren sowie bei den Bakterien Escherichia coli und Staphylococcus aureus, die beide tödliche Erkrankungen hervorrufen können, erfolgreich getestet. Bereits nach wenigen Minuten waren alle Erreger zerstört, heißt es in „Pnas“. Die Beschichtung schaffe so sterile Oberflächen, mit deren Hilfe sich die Übertragung von Krankheitserregern bremsen lasse.

Bislang sorgen vor allem Chemikalien, Hitze und großer Druck dafür, dass zum Beispiel die Oberflächen von Operationsinstrumenten von Keimen frei gehalten werden.

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