Wissenschaft
Fötus-Hirnschäden durch Alkohol im Nachhinein feststellbar

Mit einem neuen Verfahren können laut „Geo“ jetzt verlässliche Daten über Hirnschäden gewonnen werden, die Menschen bereits im Mutterleib durch Alkohol genommen haben.

dpa HAMBURG. Mit einem neuen Verfahren können laut „Geo“ jetzt verlässliche Daten über Hirnschäden gewonnen werden, die Menschen bereits im Mutterleib durch Alkohol genommen haben. Wie das Magazin in seiner September-Ausgabe berichtet, gab es bisher nur Mutmaßungen über den Grad der Schädigung des Gehirns viele Jahre nach der Geburt.

Im Rahmen des von „Geo“ unterstützen Evan-Projektes (European Virtual Anthropology Network) konnte der US-Forscher Fred Bookstein nun zeigen, dass Alkohol die normale Ausbildung der Hirnrinde in vielerlei Hinsicht stört.

Zu diesem Zweck verglich er die Kernspin-Aufnahmen von 180 Testpersonen simultan im Computer. Ein Drittel der Daten stammte von einer gesunden Kontrollgruppe, der Rest von Menschen mit körperlichen oder psychischen Symptomen, die vermutlich auf Alkoholeinfluss vor der Geburt zurückgingen. Die dabei entdeckten Hirnschäden sind zwar nicht mehr heilbar, bei frühzeitiger Diagnose nach der Geburt könnten nach den neuesten Forschungsergebnissen Betroffene jedoch entsprechend gefördern werden, hieß es. Daher sollen die Hirnuntersuchungen künftig gemeinsam mit der Kinderklinik der Medizinischen Universität Wien fortgeführt werden.

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