Wissenschaft
Forscher bringen 200 Jahre alte Pflanzensamen zum Keimen

Mit mehr als zwei Jahrhunderten Verspätung haben britische Wissenschaftler eine Hand voll Pflanzensamen aus Südafrika zum Keimen gebracht.

dpa LONDON. Mit mehr als zwei Jahrhunderten Verspätung haben britische Wissenschaftler eine Hand voll Pflanzensamen aus Südafrika zum Keimen gebracht.

Die Körner waren vor einiger Zeit in einem Buch entdeckt worden, das sich im Nationalarchiv in London befunden habe, wie die Königlichen Botanischen Gärten von Kew am Mittwoch mitteilten. Tasche und Samen stammen aus dem Besitz eines niederländischen Händlers namens Jan Teerlink, der 1 803 mit seinem Schiff bei der Rückkehr aus Südafrika von der britischen Marine gestoppt worden war.

Insgesamt wurden 32 verschiedene Arten von Pflanzensamen gefunden. In mehrmonatiger Arbeit gelang es der Wissenschaftler-Gruppe aus Kew, zumindest drei Arten zum Leben zu erwecken. Dabei handelt es sich um eine Protea-Blume, die in der südafrikanischen Kap-Provinz heute noch sehr häufig vorkommt, eine Hülsenfrucht namens Liparia villosa und eine Akazien-Art.

Der Biologe Matt Daws sagte, die Chancen auf einen Erfolg seien sehr gering gewesen. „200 Jahre sind eine sehr lange Zeit, und der Samen war alles andere als gut gelagert. Aber die Gelegenheit war zu gut, als dass man sie ungenutzt verstreichen lassen konnte.“ Anderen Wissenschaftlern sei es bereits gelungen, noch ältere Samen zum Blühen zu bringen. In Israel sei vor einiger Zeit eine Dattelpalme herangewachsen - diese Samen sollen sogar zwei Jahrtausende alt gewesen sein.

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