Wissenschaft
Forscher entdecken „singenden Eisberg“ in der Antarktis

Einen „singenden Eisberg“ haben Forscher in der Antarktis entdeckt. Mit Seismographen zeichneten sie Schwingungen auf, die harmonische Klänge mit bis zu 30 Obertönen bilden, teilte das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven mit.

dpa WASHINGTON/BREMERHAVEN. Einen „singenden Eisberg“ haben Forscher in der Antarktis entdeckt. Mit Seismographen zeichneten sie Schwingungen auf, die harmonische Klänge mit bis zu 30 Obertönen bilden, teilte das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven mit.

Die Töne seien allerdings für das menschliche Ohr wegen ihrer Tiefe nicht hörbar. Sie wurden auf der Neumayer-Station des AWI in der Antarktis aufgenommen.

Die Forscher vermuteten, dass innerhalb des Spalten- und Tunnelsystems des Eisbergs strömendes Wasser Schwingungen anregt, die denen einer Orgelpfeife ähneln. Anfänglich wurden vulkanische Aktivitäten als Ursache der niederfrequenten Schwingungen angenommen, die als Tremore bezeichnet werden. Es habe sich dann aber herausgestellt, dass die Quelle der Schwingungen wanderte.

„Mit Hilfe von Satellitenaufnahmen konnte schließlich ein gigantischer Eisberg mit einer Fläche von 30 mal 50 Kilometern als Ursache identifiziert werden“, teilte das AWI mit. Da die Schwingungen denen vulkanischen Ursprungs sehr ähnlich seien, hoffen die Forscher nun, diese Phänomen bei Vulkanen besser erklären zu können.

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