Wissenschaft
Forscher: Gegen Alzheimer ist kein Kraut gewachsen

Zur Vorbeugung von Alzheimer ist kein Kraut gewachsen: Die Wirkung der meisten Vorbeugemittel kann einer Studie der Hirnliga zufolge nicht bewiesen werden. Lediglich Sport, geistige Aktivität und soziale Kontakte könnten helfen.

dpa FRANKFURT/MAIN. Zur Vorbeugung von Alzheimer ist kein Kraut gewachsen: Die Wirkung der meisten Vorbeugemittel kann einer Studie der Hirnliga zufolge nicht bewiesen werden. Lediglich Sport, geistige Aktivität und soziale Kontakte könnten helfen.

„Es wird vieles angepriesen, dessen Wirkung wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden kann“, sagte der Alzheimer-Forscher Prof. Walter E. Müller am Montag in Frankfurt. Müller ist Direktor des Pharmakologischen Institutes der Universität Frankfurt und stellvertretender Vorsitzender der Hirnliga, einer Vereinigung deutscher Alzheimer- Forscher.

Berichten zufolge sollen Curry, grüner Tee, Vitamine, Joggen, Rätsel-Lösen oder Aspirin der Alzheimer-Krankheit vorbeugen. Mit einem komplizierten Verfahren zur Beurteilung wissenschaftlicher Studien kam die Hirnliga zu einem „ernüchternden“ Ergebnis: „Allein die Studien zur körperlichen und sozialen Aktivität halten der wissenschaftlicher Prüfung stand“, sagte Prof. Lutz Frölich vom Zentralinstitut für seelische Gesundheit in Mannheim. Nur wer sich körperlich und geistig fit halte, habe ein geringeres Risiko an Alzheimer zu erkranken. Für Vitamin E und die Omega-3- Fettsäuren seien klare Aussagen wegen fehlender Daten nicht möglich.

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