Wissenschaft
Forscher korrigieren: Hormontherapie doch nicht so riskant

Hormontherapien gegen Symptome der Wechseljahre sind einer aktuellen Auswertung von Daten zufolge zumindest für jüngere Frauen doch nicht so gefährlich wie bisher angenommen.

dpa BETHESDA. Hormontherapien gegen Symptome der Wechseljahre sind einer aktuellen Auswertung von Daten zufolge zumindest für jüngere Frauen doch nicht so gefährlich wie bisher angenommen.

Neue Analysen der Ergebnisse der „Women's Health Initiative Study“ (WHI) in den USA hätten ergeben, dass die Einnahme von Hormonen in den ersten vier Jahren kein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt oder Brustkrebs nach sich ziehe, berichtete das „Wall Street Journal“ am Mittwoch. Die Nationalen Gesundheitsinstitute (NIH) in Bethesda bei Washington hatten die Studie im Juli 2002 frühzeitig abbrechen lassen, als sie eine Zunahme von Infarkten und Brustkrebserkrankungen bei den Teilnehmerinnen feststellten.

Die Auswertung der Studiendaten habe inzwischen ergeben, dass der Schlüssel für die Gefahr von Östrogen sowie die Kombination von Östrogen und Progestin im Alter der Frauen liege. Bei älteren Patientinnen könnten die Hormone mehr schaden als nutzen. Eine Therapie solle deshalb generell nur dann begonnen werden, wenn die Symptome der Wechseljahre für eine Frau wirklich schwer zu ertragen seien, schreibt die Zeitung. Sie solle zudem auf niedrige Dosen und eine Einnahmezeit von höchstens vier Jahren möglichst bald nach Einsetzen der ersten Symptome beschränkt bleiben.

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