Wissenschaft
Gen-Chip soll bei Leber-Diagnose helfen

In der Diagnostik der chronischen Lebererkrankung „Morbus Wilson“ soll ein neuer Gen-Chip entscheidende Fortschritte bringen. Das teilte das Universitätsklinikum Münster mit.

dpa MüNSTER. In der Diagnostik der chronischen Lebererkrankung „Morbus Wilson“ soll ein neuer Gen-Chip entscheidende Fortschritte bringen. Das teilte das Universitätsklinikum Münster mit.

Die aus dem Blut gewonnenen Informationen über die für die Erkrankung verantwortlichen Abschnitte des Erbgutes ergäben auf der Oberfläche des Gen-Chips ein Farbmuster, das eine exakte und sichere Diagnose ermögliche. Auch die Kosten würden dadurch gesenkt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt das Projekt mit rund einer Million Euro.

„Morbus Wilson“ ist eine seltene chronische Lebererkrankung. Wird sie früh erkannt, sind Therapie und Heilung möglich, und der Patient kann ein nahezu normales Leben führen. Werde die Erkrankung erst spät diagnostiziert, seien die Überlebenschancen gering, sagte der Leiter der experimentellen Lebertransplantationen am Klinikum, Prof. Hartmut Schmidt. Ursache von „Morbus Wilson“ ist eine Gen-Mutation. Bislang sei die Diagnostik noch aufwendig, weil Proben der Leber entnommen und zahlreiche Tests vorgenommen werden müssten.

Basis für das neue Diagnoseverfahren per Gen-Chip ist die den Angaben zufolge weltweite größte Gen-Datenbank mit Informationen über „Morbus Wilson“, die am Uniklinikum in Münster geführt wird. In drei Jahren solle ein Prototyp des Chips vorgestellt werden können.

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