Wissenschaft
Glos zurückhaltend bei deutscher Mondmission

Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) hat sich zurückhaltend zu Plänen für eine unbemannte deutsche Mondmission geäußert.

dpa KöLN. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) hat sich zurückhaltend zu Plänen für eine unbemannte deutsche Mondmission geäußert.

„Bevor man heute für Projekte, die viel Geld kosten, grünes Licht gibt, muss das alles sorgfältig abgewogen werden“, sagte er am Mittwoch bei einem Besuch des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln. „Es muss erst mal genau evaluiert werden, wie viel Interesse vorhanden ist und wo der Nutzgewinn wäre.“

Demgegenüber sagte der neue DLR-Vorstandsvorsitzende Johann-Dietrich Wörner, eine Mondmission sei wissenschaftlich, technologisch und wirtschaftlich sinnvoll. „Wir wollen damit unsere Technologiekompetenz dokumentieren“, erläuterte er. „Der Mond ist für uns ein unglaublicher wissenschaftlicher Fundus. Der Mond ist alt, aber die Erkenntnisse über den Mond sind barbarisch schlecht.“

Bisher sei das Projekt aber nur eine Vorstudie. Es wird daran gedacht, dass eine Sonde vier Jahre lang den Mond umkreisen soll, um erstmals eine genaue und komplette Karte der Mondoberfläche zu erstellen. Auch mögliche Wasserfelder und die Zusammensetzung der Mineralien könnten unter die Lupe genommen werden. Zur Ausführung bräuchte das DLR jedoch 300 Mill. Euro zusätzlich.

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