Wissenschaft
„Hubble“ zeigt Balken-Spiralgalaxie in unerreichtem Detailreichtum

Das „Hubble“-Weltraumteleskop gewährt Astronomen einen einzigartigen Einblick in die Sternen-Kinderstube einer aktiven Galaxie.

dpa GARCHING. Das „Hubble“-Weltraumteleskop gewährt Astronomen einen einzigartigen Einblick in die Sternen-Kinderstube einer aktiven Galaxie. Eine vom europäischen „Hubble“-Zentrum in Garching veröffentlichte Aufnahme zeigt die nahe Balken-Spiralgalaxie NGC 1 672 am Südhimmel in bislang unerreichtem Detailreichtum.

Auf dem Foto leuchten Schwärme junger, heißer Sonnen blau und die sie umgebenden Wasserstoffwolken rot.

Balken-Spiralgalaxien zeichnen sich durch einen mehr oder weniger stark ausgeprägten geraden Balken in der Mitte aus, an dem außen die Spiralarme ansetzen. Die Wissenschaftler nehmen an, dass entlang dieses Balkens große Mengen Gas von den Außenbezirken der Galaxie ins Zentrum kanalisiert werden. Dadurch wird der Balken zu einer besonders intensiven Zone der Sternentstehung. Der Balken scheint - in kosmischen Maßstäben - ein eher kurzlebiges Phänomen zu sein, so dass möglicherweise alle Spiralgalaxien, zu denen auch unsere Milchstraße zählt, im Laufe ihrer Existenz irgendwann einen Balken ausbilden.

Die Galaxie NGC 1 672 gehört zu einer Klasse aktiver Galaxien, die nach dem gleichnamigen Astronomen Seyfert-Galaxien genannt werden. Sie liegt rund 60 Mill. Lichtjahre entfernt im südlichen Sternbild Schwertfisch (Dorado). Ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt, und entspricht knapp zehn Billionen Kilometern.

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