Wissenschaft
Immunbiologe Rajewsky bekommt Emil von Behring-Preis

Der deutsche Immunbiologe Klaus Rajewsky erhält den mit 25 000 Euro dotierten Emil von Behring-Preis der Universität Marburg. Rajewsky wird für seine überragenden Verdienste um die Erforschung der molekularen Mechanismen des Immunsystems geehrt.

dpa MARBURG. Der deutsche Immunbiologe Klaus Rajewsky erhält den mit 25 000 Euro dotierten Emil von Behring-Preis der Universität Marburg. Rajewsky wird für seine überragenden Verdienste um die Erforschung der molekularen Mechanismen des Immunsystems geehrt.

Das teilte die Universität am Donnerstag in Marburg mit. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit sei die Leukämieforschung. Rajewsky wurde in Frankfurt geboren. Derzeit forscht der 71-Jährige an der Harvard Medical School in den USA. Von 1970 bis 2001 war er Professor für Molekulargenetik an der Universität Köln.

Universitätspräsident Prof. Volker Nienhaus will Rajewsky die Auszeichnung am 28. Mai in Marburg in einer Feierstunde überreichen. Das Preisgeld stiftet der Marburger Impfstoffhersteller Novartis Behring, ein Nachfolgeunternehmen der ehemaligen Behring-Werke.

Rajewsky habe ein System entwickelt, mit dem einzelne Gene bei Mäusen gezielt inaktiviert werden könnten, heißt es in der Mitteilung der Universität weiter. „Diese Technologie erlaubt das Ausschalten von Genen in bestimmten Zelltypen und wird in der biomedizinischen Forschung intensiv genutzt“, sagte Prof. Stefan Bauer vom Marburger Institut für Immunologie laut Mitteilung. Es eröffneten sich neue Zugänge zur Analyse der Entwicklung von Keimzellen und Tumoren.

Der alle zwei Jahr vergebene Marburger Wissenschaftspreis erinnert an den Impfstoff-Pionier und ersten Medizin-Nobelpreisträger Emil von Behring (1 854 bis 1917), der als Hygiene-Professor in Marburg arbeitete. Vor zwei Jahren war die Auszeichnung an die deutschen Mikrobiologen Werner Goebel (Würzburg) und Gerhard Gottschalk (Göttingen) vergeben worden.

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