Wissenschaft
Impfstrategie soll seltensten Hund vor Aussterben schützen

Eine ausgefeilte Impfstrategie soll den seltensten Hund der Welt, den in Äthiopien lebenden Abessinischen Fuchs (Canis simensis), vor dem Aussterben schützen. Das berichten britische Forscher im Fachjournal „Nature“ (Bd. 443, S. 692) von diesem Donnerstag.

dpa NAIROBI/LONDON. Eine ausgefeilte Impfstrategie soll den seltensten Hund der Welt, den in Äthiopien lebenden Abessinischen Fuchs (Canis simensis), vor dem Aussterben schützen. Das berichten britische Forscher im Fachjournal „Nature“ (Bd. 443, S. 692) von diesem Donnerstag.

Bisher lautete die Strategie, möglichst alle Tiere gegen Tollwut zu impfen. Das ist jedoch aufwendig, weil die Tiere in schwer zugänglichen Bergregionen leben und alle einzeln gefangen und geimpft werden müssten. Nach Ansicht der Forscher reicht es aus, nur diejenigen Tiere zu impfen, die in der Nähe bereits infizierter Artgenossen leben. Das entspricht etwa 30 Prozent aller Tiere.

Dadurch ließe sich verhindern, dass es erneut zu einem großflächigen Tollwutausbruch kommt, den ein Großteil der etwa 500 verbliebenen Abessinischen Füchse nicht überlebt. Anfang der 1990er Jahre waren drei Viertel der Abessinischen Füchse in den Bale-Bergen gestorben. „Wir haben nach einer Impfstrategie gesucht, die Tollwut- Ausbrüche so weit einschränkt, dass eine gefährdete Tierart nicht Gefahr läuft, ganz ausgerottet zu werden“, erläuterte Dan Hayden von der Universität Glasgow, einer der Autoren der Studie.

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