Wissenschaft
Jeder Vierte hat regelmäßig Kopfschmerzen

Jede dritte Frau und fast jeder fünfte Mann in Deutschland leidet mehr als einmal im Monat an Kopfschmerzen. Das hat nach Angaben der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (Dmkg) die bislang größte deutsche Studie zu diesem Thema ergeben.

dpa MüNCHEN. Jede dritte Frau und fast jeder fünfte Mann in Deutschland leidet mehr als einmal im Monat an Kopfschmerzen. Das hat nach Angaben der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (Dmkg) die bislang größte deutsche Studie zu diesem Thema ergeben.

Für die Untersuchung waren mehr als 7 000 Erwachsene und über 3 000 Jugendliche in drei Regionen befragt worden, wie die Fachgesellschaft in München berichtete. Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten Schmerzsymptomen in Deutschland.

Am häufigsten klagen die Deutschen über Spannungskopfschmerzen, danach folgt die Migräne. In der Befragung, die in Stadt und Umland von Augsburg, in Dortmund und in Vorpommern stattfand, zeigten sich nicht nur große Unterschiede zwischen den Geschlechtern, sondern auch regionale Differenzen. So ist der Spannungskopfschmerz zwar in allen drei Regionen am häufigsten. Der Anteil der regelmäßig betroffenen variiert jedoch bei den Frauen zwischen 17,4 Prozent in Dortmund und 24,2 Prozent in Augsburg und bei den Männern zwischen 13 Prozent in Vorpommern und 25 Prozent in Augsburg.

Migräne betrifft erwartungsgemäß Frauen deutlich stärker als Männer: Unter den anfallsartigen Kopfschmerzattacken leiden zwischen 9,1 Prozent der Vorpommerinnen und 13,8 Prozent der Augsburgerinnen. Bei den Männern lag die Quote dagegen zwischen 2,4 Prozent in Vorpommern und 4,6 Prozent in Dortmund. Etwa 2,3 Prozent der befragten Frauen haben Migräneattacken regelmäßig im Zusammenhang mit ihrer Monatsregel.

Bei Jugendlichen sind der Studie zufolge Kopfschmerzen anders als angenommen nicht seltener als bei Erwachsenen. Rund die Hälfte der befragten Mädchen und ein Viertel der Jungen zwischen zwölf und 15 Jahren gaben an, unter wiederkehrenden Kopfschmerzen zu leiden. Dieses Teilergebnis der Studie hatte die dabei federführende Universität Greifswald bereits im Frühjahr präsentiert. Eine Erklärung für die Unterschiede zwischen den Geschlechtern haben die Fachleute noch nicht.

Mit steigendem Alter sinkt die Kopfschmerzhäufigkeit. Bei Frauen geht der Spannungskopfschmerz nach dem 44. Lebensjahr zurück, die Zahlen verharren jedoch von Mitte 50 an auf einem gleichbleibenden Niveau. Bei Männern wird der Spannungskopfschmerz schon vom 25. Lebensjahr an kontinuierlich seltener. Mit 75 Jahren ist nur noch jeder zehnte Mann betroffen. Auch die Migräneattacken nehmen bei beiden Geschlechtern vom 45. Lebensjahr an ab.

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