Wissenschaft
Kapern machen Essen gesünder

Kapern sind eine bisher unterschätzte Zutat der gesunden „Mittelmeer-Diät“. Das haben Forscher um Maria A. Livrea von der Universität Palermo festgestellt. Die Früchte des Kapernstrauchs besitzen einen unerwartet hohen Anteil an natürlichen Oxidationshemmern.

dpa PALERMO. Kapern sind eine bisher unterschätzte Zutat der gesunden „Mittelmeer-Diät“. Das haben Forscher um Maria A. Livrea von der Universität Palermo festgestellt. Die Früchte des Kapernstrauchs besitzen einen unerwartet hohen Anteil an natürlichen Oxidationshemmern.

Das berichten die Wissenschaftler im Fachblatt „Journal of Agricultural and Food Chemistry“ (Bd. 55, S. 8 465). In Versuchen mit Kapernextrakt hatten die Forscher beobachtet, dass die Antioxidantien der Kapern schädliche Nebenprodukte neutralisieren können, die bei der Verdauung von Fleisch entstehen. „Kapern können damit eine positive Auswirkung auf die Gesundheit haben, insbesondere für diejenigen, deren Ernährung reich an Fett und rotem Fleisch ist“, stellte Livrea fest. Die kleinen Früchte seien als Vorbeuge gegen Krebs und Herzkrankheiten eine ideale Kombination zu Fleischgerichten.

Der Früchte des dornigen Kapernstrauchs (Capparis spinosa), der praktisch im gesamten Mittelmeerraum heimisch ist, werden seit der Antike als pikante Kochzutat und kulinarische Köstlichkeit verwendet. Außerdem galten sie zeitweise als Heilmittel und Aphrodisiakum. Zu den bekanntesten Speisen mit Kapern gehören die Königsberger Klopse, das italienische Vitello tonnato (Kalbfleisch mit Thunfischsoße) und Steak Tatar.

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