Wissenschaft
Klimawandel ließ möglicherweise Schneckenart aussterben

Als Folge des Klimawandels ist möglicherweise eine seltene Schneckenart auf den Aldabra-Inseln im Indischen Ozean ausgestorben.

dpa LONDON. Als Folge des Klimawandels ist möglicherweise eine seltene Schneckenart auf den Aldabra-Inseln im Indischen Ozean ausgestorben.

Weil dort über lange Zeit weniger Regen gefallen sei, hätten die empfindlichen Jungtiere nicht überlebt, erklärt Justin Gerlach von der Schutzorganisation Nature Protection Trust of Seychelles in den „Biology Letters“ (online vorab) der Britischen Royal Society. Die übrigen Lebensbedingungen auf den Inseln seien für die Aldabra-Schnecke (Rachistia aldabrae) weitgehend gleich geblieben, etwa das Nahrungsangebot. Der Niederschlag in der Region sei aber zurückgegangen - und damit einem Trend des 20. und frühen 21. Jahrhunderts gefolgt.

Die zu den Seychellen zählenden Inseln werden seit rund 100 Jahren von Forschern besucht. Diese sammelten dort unter anderem auch die nur dort lebenden Schnecken und deren Gehäuse. Über die Jahre nahm die Zahl der Tiere deutlich ab. Seit dem Ende der 1990er Jahre gilt sie als ausgestorben.

„Dies könnte einer der wenigen Fälle eines Aussterbens sein, das nicht den Veränderungen des Lebensraumes, der Fressfeinde oder des Nahrungsangebotes zugeschrieben werden kann“, erklärt der Forscher, der im Klimawandel eine plausible Ursache sieht. Es lasse sich derzeit allerdings nicht bestätigen, dass der beobachtete Wandel auf den Inseln Teil jenes Trends sei, der das südliche Afrika trockener werden lasse.

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