Wissenschaft
Krebsrisiko für Bauarbeiter durch Feinstaub

Bauarbeiter haben einer Studie der Universität Leipzig zufolge ein erhöhtes Risiko, an Kehlkopfkrebs zu erkranken.

dpa LEIPZIG. Bauarbeiter haben einer Studie der Universität Leipzig zufolge ein erhöhtes Risiko, an Kehlkopfkrebs zu erkranken. Dies ergebe sich aus dem Umgang mit Stoffen wie Teer und Ruß sowie mit Zementstaub, sagte der Direktor der Klinik und Poliklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, Andreas Dietz, am Freitag in Leipzig.

In der nach Angaben der Hochschule weltweiten größten Studie zu den Risikofaktoren dieser Krebsart wurden 293 Betroffene und 769 Vergleichspersonen im Alter von 20 bis 80 Jahren untersucht. Weitere Risikofaktoren seien chronischer Tabak- sowie Alkoholkonsum. Genauere Aussagen soll eine Studie liefern, die kommendes Jahr beginnt und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt wird.

Erstmals hätten die Forscher individuelle oder genetische Faktoren für die Entstehung von Kehlkopfkrebs nachgewiesen. Diese könnten als wichtiger Faktor für die Früherkennung von Risikogruppen herangezogen werden. „Es bestätigte sich, dass es bestimmte Reparaturmechanismen für molekulare Veränderungen gibt, die bei den Tumorpatienten nicht oder langsamer anspringen als bei Gesunden“, sagte Dietz. Der Präsident des Bundesverbandes der Kehlkopflosen und Kehlkopfoperierten, Frank Mädler, sagte: „Wir wünschen uns eine Prävention. Einmal im Jahr zum Kehlkopfspiegeln wäre gut.“

dpa tdh yysn tim

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