Wissenschaft
Kunst in der Röhre: Analyse alter Meister durch „Kernspin“

In der Medizin hat der Kernspintomograph seinen festen Platz, jetzt bahnt er sich seinen Weg in die Kunst. Aachener Wissenschaftler haben ein mobiles Gerät entwickelt, mit dem der Zustand alter Gemälde durch den Einsatz von Magnetfeldern zerstörungsfrei analysiert werden kann.

dpa AACHEN. In der Medizin hat der Kernspintomograph seinen festen Platz, jetzt bahnt er sich seinen Weg in die Kunst. Aachener Wissenschaftler haben ein mobiles Gerät entwickelt, mit dem der Zustand alter Gemälde durch den Einsatz von Magnetfeldern zerstörungsfrei analysiert werden kann.

„Wir können damit unter die Oberfläche gucken“, sagte der Materialwissenschaftler Professor Bernhard Blümig am Dienstag. Die Experten gehen davon aus, dass damit auch Fälschungen entlarvt werden können.

Das Gerät misst Informationen aus einem Bildausschnitt in Schichten, die 25 Mal dünner sind als ein Blatt Papier. Restauratoren können daraus Rückschlüsse ziehen, in welchem Zustand das Material ist, das sie nicht direkt sehen können, wie etwa die Textil- oder Gipsschicht. „Sie können auch sehen, ob mit Öl oder Tempera gemalt wurde“, sagte Blümig.

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