Wissenschaft
„Mars-Express“ schickt Bilder vom alten Hochland

Neue Bilder von tiefen Gräben auf dem Mars hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) veröffentlicht. Die von der Sonde „Mars Express“ aufgenommenen Fotos zeigen eine Übergangszone zwischen dem alten Hochland und den - zumindest oberflächlich - geologisch jüngeren Tiefländern.

dpa KöLN. Neue Bilder von tiefen Gräben auf dem Mars hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) veröffentlicht. Die von der Sonde „Mars Express“ aufgenommenen Fotos zeigen eine Übergangszone zwischen dem alten Hochland und den - zumindest oberflächlich - geologisch jüngeren Tiefländern.

Die Täler und Gräben in dem Gebiet Tempe Terra sind zwischen fünf und zehn Kilometer breit und bis zu 1 500 Meter tief. Wie und wann es zur Bildung der Zweiteilung in südliche Hochländer und nördliche Tiefländer kam, zählt zu den großen Rätseln der Marsgeologie.

An den Hängen der Gräben und im Talgrund ist die Wirkung von Verwitterung und Massentransport gut zu erkennen. Die Region wird im Englischen als „Fretted Terrain“ (zerfressenes Gebiet) bezeichnet und ist charakteristisch für den Übergang von Hochland zu Tiefland auf dem Roten Planeten. Fließstrukturen auf den Böden der Gräben und Hinweise auf mögliches Eis im Untergrund lassen die Wissenschaftler vermuten, dass es sich um so genannte Blockgletscher oder ähnliche Phänomene handelt, wie sie aus den alpinen und polaren Zonen der Erde bekannt sind. Die Bildung dieser Strukturen steht möglicherweise in Zusammenhang mit vermuteten Klimaänderungen in der jüngeren Marsgeschichte.

Der europäische „Mars-Express“ war im Juni 2003 mit einer russischen Trägerrakete vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ins All geschossen worden.

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