Wissenschaft
Mensch schafft durch Umweltzerstörung auch neue Arten

Umweltzerstörung und Naturveränderungen können aus Sicht von Zoologen auch positive Auswirkungen auf die Tierwelt haben - wenn auch in geringem Maß. Der Mensch schaffe mit seinen Eingriffen in die Natur veränderte Lebensräume, in denen neue Arten entstehen könnten.

dpa MüNSTER. Umweltzerstörung und Naturveränderungen können aus Sicht von Zoologen auch positive Auswirkungen auf die Tierwelt haben - wenn auch in geringem Maß. Der Mensch schaffe mit seinen Eingriffen in die Natur veränderte Lebensräume, in denen neue Arten entstehen könnten.

Das sagte der Präsident der Deutschen Zoologischen Gesellschaft (DZG), Diethard Tautz, im Vorfeld der am Sonntag beginnenden DZG-Jahrestagung in Münster. Neue Tierarten entwickelten sich somit nicht nur durch geographische Teilungen, sondern auch durch veränderte ökologische Bedingungen.

So habe beispielsweise die Verbindung der Flüsse Rhein und Schelde in den Niederlanden eine neue Fischart hervorgebracht, die verschmutzteres Wasser liebe, sagte er.

Laut DZG ist aber nach wie vor die Artenvielfalt in solchen Lebensräumen gefährdet, die relativ selten vorkommen oder zerstört werden. Zudem seien die aussterbenden Arten meist viel älter und besser angepasst als die neu Entstandenden. Die Gesamtzahl der Tierarten weltweit lässt sich nach Angaben der DZG kaum beziffern. Schätzungen gehen von acht bis 40 Mill. Arten aus.

Bis zum kommenden Mittwoch tagen rund 600 Zoologen in Münster. Zum Programm zählt auch ein Vortrag des Münsteraner Stammzellforschers Hans Schöler am Dienstag.

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