Wissenschaft
Mit Alkohol und Strom gegen Tumor

Aachener Mediziner haben ein Verfahren zur Zerstörung von Tumoren verbessert. Es ist nach Forscherangaben für Patienten geeignet, die nicht operiert werden können.

dpa AACHEN. Aachener Mediziner haben ein Verfahren zur Zerstörung von Tumoren verbessert. Es ist nach Forscherangaben für Patienten geeignet, die nicht operiert werden können. Bei einem Therapieverfahren mit hochfrequentem Wechselstrom werde nun auch eine besonders leitfähige Flüssigkeiten wie Alkohol eingesetzt.

Dies sorge für ein gleichmäßiges Absterben des Tumors. „Es gibt ein geringes Risiko, dass Tumorzellen übrig bleiben“, sagte der Aachener Radiologe Andreas Mahnken am Freitag. Die für die Therapie verwendete Sonde ist als Prototyp gebaut und soll in rund zwei Jahren anwendungsreif sein.

Mit Hilfe dieser Sonde werde in den Tumor zunächst eine leitfähige Flüssigkeit eingebracht. Als besonders wirkungsvoll habe sich Alkohol und ionisches Kontrastmittel erwiesen. Über die Sonde werde dann der Wechselstrom abgegeben. „Der Krebs wird heiß und stirbt ab“, sagte Mahnken vom Universitätsklinikum Aachen. Die toten Zellen des Tumors würden vom Körper abgebaut.

Die Flüssigkeit beschleunige den Prozess, die Behandlungszeit reduziere sich um bis zu 50 Prozent. Daneben führe die Flüssigkeit zum gleichmäßigen Absterben des Tumors, was bei diesem Verfahren wichtig sei. „Der Chirurg sieht, was er rausschneiden kann. Als Radiologe sehen wir nur auf dem Bild, was los ist“, sagte Mahnken.

Die Behandlung von Tumorpatienten mit hochfrequentem Wechselstrom sei vergleichsweise wenig bekannt. Die zwei großen Standbeine in der Tumorbehandlung seien Operation und Chemotherapie.

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